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TeamGym EM 2014 oder Reisetagebuch Reykjavik

Sarah & Julia

Im Junioren-Team Deutschland starteten im Oktober 2014 zwei Roßtaler Turnerinnen und auch bei den Damen war eine alte Bekannte dabei.

Montag, 13.10.2014

Schon früh um 7:00 Uhr ging die große Reise zur Europameisterschaft nach Island los. Treffpunkt am Flughafen in Frankfurt war um 11:00 Uhr mit den anderen Teilnehmern vom TV 1860 Fürth und der Landesfachwartin für TeamGym, Nicole Zapf. Diese war noch fleißig am Mützen häkeln, welche am nächsten Tag an alle Turnerinnen des Teams verschenkt werden sollten - natürlich passend in Deutschland-Farben.

Unser Flieger sollte um 14:00 Uhr starten, hatte allerdings eine halbe Stunde Verspätung und so hatten wir noch viereinhalb Stunden, die wir am Flughafen warten mussten. Daher beschlossen wir (Anna Grimm, Julia und Sarah) mit der Bahn noch eine Runde um den Flughafen zu fahren. Nach dem Sicherheitscheck hat das Boarding begonnen, wobei wir leider sehr verstreut im Flugzeug saßen, so dass wir durchgetauscht haben.

Dann konnte der Flug beginnen. Nach dreieinhalb Stunden Filmschauen und einigen Schlafversuchen kamen die ersten Gletscher in Sicht und schließlich standen wir wieder auf festem Boden. Zum Glück hatten wir unsere Winterjacken nicht in den Koffer gepackt, denn die Luft war deutlich kälter als gedacht.

Mit dem Bus wurden wir zum Hostel gefahren und waren total überwältigt von der ungewohnten Natur. Am Hostel angekommen erwarteten uns schon alle Brandenburger und die dänischen Trainer, die schon am Vortag angereist sind und somit den Tag damit verbringen konnten etwas von Island zu sehen.

Da es bereits Abend war, gingen wir nur noch die nötigsten Sachen einkaufen und anschließend mit ein paar Mädels zum Thailänder gegenüber essen. Danach fielen wir auf Grund der zwei Stunden Zeitumstellung schon um 22:00 Uhr ins Bett.

 

Dienstag, 14.10.2014

Nach dem Frühstück haben wir unsere Trainingssachen gepackt und sind alle gemeinsam, eingepackt in Schal und Mütze dem Bus zur Turnhalle mit gefahren. Gemeinsam mit dem Damenteam warteten wir darauf, dass Nicole und unsere Trainer unsere Akkreditierung beantragten. Anschließend wurden die selbstgehäkelten  Mützen des DTB verteilt, was für große Unterhaltung gesorgt hat, da jeder seiner eigenen Kreativität freien Lauf gelassen hatte und die Exemplare sehr unterschiedlich ausfielen.

Anschließend war Training angesagt und wir sahen zum ersten Mal Wettkampf- und Einturnhalle und das Können unserer Gegner. Beides sorgte für großen Respekt gegenüber des morgigen Tages! Das Training verlief nicht so gut wie geplant, da sich die meisten noch an die ungewohnten Geräte gewöhnen mussten, weswegen wir danach noch ein Teammeeting mit unserem dänischen Trainer hatten, das uns wieder aufbauen sollte. Für uns Turner war das Training beendet und so liefen wir, wieder eingepackt in Schal und Mütze, die 2,8 km zurück zum Hostel, wo wir beim Duschen mit Schrecken feststellten, wie sehr das warme Wasser nach Schwefel stinkt.

Obwohl wir müde waren mussten wir noch bis 24:00 Uhr aufbleiben, da wir am nächsten Tag nicht früher von unserem Wettkampf zurück sein würden. Da uns das Wachbleiben im Zimmer allerdings extrem schwer fiel, beschloss ein Teil unseres Teams, darunter auch wir, noch einmal in die Stadt zu gehen um uns dort ein bisschen umzuschauen. Wieder zurück, fielen wir tot müde ins Bett.

 

 

 

 

Mittwoch, 15.10.2014

Nach längerem Ausschlafen bekamen wir die Aufgabe als ganzes Team etwas zu unternehmen, das nicht zu anstrengend war, uns allerdings ablenken und den Kreislauf in Schwung bringen sollte. Daher entschieden wir uns die nahegelegene Kirche anzuschauen, von deren Kirchturm aus man einen Blick über ganz Reykjavik hat. Auf dem Rückweg hielten wir noch an dem Frozenyoghurt Geschäft gegenüber. Sechs Stunden vor Wettkampfbeginn hieß es dann auch schon fertig machen: Es mussten Zöpfe geflochten, Dutts gedreht und einheitliche Schminke aufgetragen werden, da wir am Wettkampf alle gleich aussehen sollten.

Langsam stieg die Aufregung und nachdem alle fertig frisiert und angezogen am Treffpunkt erschienen waren, liefen wir gemeinsam mit unseren Eltern und Fans zum Bus, der uns erneut zu den Turnhallen bringen sollte. Dort trafen wir auf das Damenteam, mit dem wir uns die atemberaubende Eröffnungsfeier anschauten. Nach dem Wettkampf der Mixed-Junioren Teams begann für uns das Einturnen in der dafür vorgesehen Halle. Auch diesmal wurde der strenge Zeitplan, den wir schon am Tag zuvor bemerkt hatten, auf die Sekunde genau eingehalten. Zwischen Einturnen und Wettkampf an jedem Gerät blieben uns 7 min in denen wir durch eine Schleuse in die andere Halle geleitet wurden, in der die Teilnehmer genauestens kontrolliert wurden.

Unser erstes Gerät war Tumbling, das  mit nur einem Sturz den Wettkampf gut für uns eröffnete. Als nächstes ging es ans Trampolin, wo es besser lief, als nach dem gestrigen Training erwartet. Abschließend zeigten wir unser Bodenprogramm, bei dem wir mit einer Wertung von fast 17 Punkten sehr zufrieden waren. Da wir unsere Gegner bereits gesehen haben und es unsere erste EM war, war niemand aus dem Team über den neunten Platz verwundert oder enttäuscht und auch die Trainer waren recht zufrieden mit unserer Leistung.

Nach einem Mannschaftsfoto, auf das auch das Damenteam mit drauf sollte, das uns in der Halle neben den anderen Fans lauthals unterstützt hatte, ging es ab ins Zimmer. Erst dort begannen wir die gewonnene Eindrücke zu verarbeiten und zu realisieren und schliefen nach dem Duschen sofort ein.

 

Donnerstag, 16.10.2014

Nach den Anstrengungen der letzten Tage war das frühe Aufstehen quälend, aber für den geplanten Ausflug nahmen wir es in Kauf. DIeser führte uns zu dem riesigen Wasserfall „Gulfoss“, den Geysiren, der Kontinentalspalte und anderen Sehenswürdigkeiten im Norden Islands. Nach sieben ermüdenden Stunden ging es gleich weiter zum Wettkampf der Frauen, die wir mit Fanschminke, Fahnen und weiterer Ausstattung mit all unserer Energie anfeuerten, was fast genauso anstrengend war wie unsere eigener Wettkampf. Leider hatte sich eine der Leistungsträgerinnen im Training am Vortag noch verletzt, was anfangs für viele Tränen gesorgt hatte, aber sie nicht davon abhielt mit anzufeuern. Die Meinungen über die Leistungen gingen sehr auseinander, aber wir finden sie können auf ihren achten Platz von zehn Mannschaften sehr stolz sein, da ihre Leistung trotz des Ausfalls von einer wichtigen Turnerinn kaum nachgelassen hat. Und so neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu.

 

Freitag, 17.10.2014

Nach dem Aufstehen ging der heutige Ausflug in die „Blue Lagoon“, eine heiße Quelle unter freiem Himmel. Wir verbrachten mit vielen der Turnerinnen aus beiden Teams drei Stunden im Wasser, in denen wir uns mit zur Verfügung stehenden Schlammmasken einschmierten, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten. Viel Zeit im Hostel blieb uns nicht, da wir uns das Finale der Junioren Teams anschauen wollten und uns demnach nur schnell umzogen und unser Essen auf dem Weg aßen.

Vor allem die Jungs erstaunten uns sehr, da wir sie noch nie turnen gesehen hatten und wir eine so hohe Leistung in Deutschland nicht gewohnt sind. Auch an diesem Abend waren wir erschöpft und froh wieder im Bett zu liegen. Aber davor machten wir uns noch nachts um 2:30 Uhr die mitgebrachten Nudeln im Wasserkocher, da uns keine andere Möglichkeit zur Verfügung stand.

 

Samstag, 18.10.2014

Anstatt des täglichen Frühstücks gingen wir alle noch einmal gemeinsam zu dem Frozenyoghurt-Geschäft gegenüber, um gleich darauf weiter in die Wettkampfhalle zu gehen, da an diesem Tag das Finale der Erwachsenen stattfand. Alle Plätze waren ausverkauft und die Stimmung war an ihrem Höhepunkt angelangt. Vor allem von den Leistungen der Männer waren wir auch diesmal wieder sehr beeindruckt. Allerdings jubelte die Halle am lautesten, wenn das Damenteam der Isländer an der Reihe war, so dass auch die Fans der anderen Mannschaften in den Applaus einfielen. Trotzdem reichte es nicht ganz für den 1. Platz. An diesem Wettkampf war das schwedische Team särker . Dänemark belegte den 3. Platz, obwohl es die anderen 5 Wettkämpfe jeweils gewonnen hatte.

Nach dem letzten Finale, gingen wir in unsere Umkleide, in der sich unser Team für das zum Abschluss anstehende Bankett zusammen fertig machen konnte. Fertig angezogen machten wir in unseren schicken Kleidern noch Erinnerungsfotos, bevor es in die für das Abendessen hergerichtete Einturnhalle ging, die kaum wiederzuerkennen war. Sie glich mehr einem riesigen Ballsaal mit einer Bühne, auf der später die besten Turner und Turnerinnen der Erwachsenen geehrt werden sollten. Jedem Land wurden mehrere Tische zugeteilt, die mit der passenden Flagge gekennzeichnet waren, an denen uns dann die 4 Gänge serviert wurden.

Nach dem Essen, wurden die jugendlichen Teams in ein anderes Haus unter der Leitung eines Trommlers geführt, in dem unsere anschließende Abschlussparty steigen sollte. Die Damen durften bleiben . Während des Tanzens, kamen wir etwas in Kontakt mit den gegnerischen Mannschaften und feierten alle zusammen. So war die Enttäuschung über den nahenden Abschied schon ziemlich groß, als wir mit den Erwachsenen gegen 1:00 Uhr zurück zum Hostel liefen.

 

Sonntag, 19.10.2014:

Da die Brandenburger und der dänische Trainer schon um 3:00 Uhr zum Flughafen gebracht werden sollten, lohnte es sich nicht mehr zu schlafen, denn wir wollten sie noch verabschieden . Also beschlossen wir uns noch ein letztes Mal Nudeln im Wasserkocher zu kochen, und gemeinsam zu essen. Nach dem tränenreichen Abschied, hieß es auch für uns, die restlichen Kleidungsstücke in unseren Koffer zu packen, weswegen während der bis zur Abfahrt zum Flughafen verbleibenden 2 Stunden nicht an Schlaf zu denken war. Deshalb war es kein Wunder, dass die Busfahrt und der Aufenthalt am Flughafen weniger gesprächig verlief, da sich alle nach einer Runde Schlaf sehnten. Als um 7:00 Uhr das Flugzeug startklar war, fielen uns sofort die Augen zu und wir verschliefen den dreieinhalb stündigen Flug. Nach der Landung, kamen uns die deutschen Temperaturen erstaunlich hoch vor, da wir uns an die 5° in Island gewöhnt hatten. Wir liefen, nach Abholen des Gepäcks, so schnell wie möglich zum Auto, da wir alle nach Hause und in unser Bett wollten. Zu der Mündigkeit und Erschöpfung mischte sich noch die Enttäuschung, dass dieses Event, auf das wir so lange hingearbeitet und gefiebert haben, nun nurnoch  der Erinnerung angehört.

 

Die Woche war unglaublich, und wir haben so viele neue Eindrücke gewonnen und Erfahrungen gesammelt, besonders auch in der Vorbereitungsphase. Dieses Erlebnis werden wir nie vergessen und danken allen Trainern, Eltern und Freunden, die uns unterstützt haben und in schwierigen Phasen wieder aufgemuntert haben.

 

Sarah Kupfer & Julia Steiner



Autor: Vera Schielein -- 29.01.2015; 10:43:22 Uhr

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12.02.2018 20:00 - 13.02.2018 03:00

Vorauss. letzter Faschingsfeets in der Jahnturnhalle.

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16.03.2018 19:30 - 16.03.2018 21:00

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16.03.2018 19:30 - 16.03.2018 21:00

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